Meta Ads ist 2026 für Shopify-Shops nicht mehr optional – es ist das Standard-Werbe-Channel für E-Commerce, die wachsen wollen. Was unterscheidet Brandeed von klassischen Meta-Ads-Setups? Wir arbeiten anders: kein Audience-Splintering in Lookalikes und Interest-Mixes, kein Adset-Budget-Zergliederung, keine "Audience Expansion" als Skalierungs-Hebel. Stattdessen: CBO-only, Broad Targeting, FlexAds als Test-Container, Daily Frequency zur Funnel-Diagnose pro Ad.
In unseren Brandeed-Accounts sehen wir mit diesem Ansatz durchschnittliche ROAS von 3,2:1 nach 4 Wochen – bei 30+ Shopify-Stores in DACH 2026. Dieser Guide zeigt Ihnen, wie Sie dieses System von Tag 1 an richtig aufsetzen.
Teil 1: Die Grundlagen – wie Meta Ads für Shops funktioniert
Warum Meta Ads für E-Commerce essentiell ist
Meta erreicht in Deutschland knapp 35 Millionen aktive Nutzer monatlich. Anders als Google Ads (die Suchabsicht abfangen) funktioniert Meta auf Basis von Verhaltensmustern: Was hat jemand gemacht? Was hat er angesehen? Wer könnte kaufen, auch wenn er gerade nicht danach sucht?
Das macht Meta für E-Commerce ideal. Sie zeigen nicht nur denen, die gerade suchen, sondern auch denen, die kaufen würden, es aber noch nicht wissen.
Meta hat seit 2024 ein Standard-Format für E-Commerce etabliert: Advantage+ Shopping Campaigns (ASC). Das System automatisiert Zielgruppen-Findung, Bidding und Creative-Mix-Optimierung. Manuelle Kampagnen sind noch möglich, aber der Trend ist eindeutig zur Automatisierung.
Bei Brandeed arbeiten wir 2026 ausschließlich mit ASC für Prospecting + einer separaten Retargeting-Kampagne. Das ist die Mindest-Struktur für profitables Wachstum.
Die drei Kernprinzipien des Brandeed-Systems
#### 1. CBO Only – kein Adset-Budget, kein Ad-Budget
Campaign Budget Optimization bedeutet: Sie setzen ein Budget auf Kampagnen-Ebene, Meta verteilt automatisch zwischen den Ad Sets basierend auf Performance. Fertig.
Kein Adset-Budget, kein Ad-Budget. Das zersplittert nur die Lernphase und macht den Algorithmus langsamer. In unseren Accounts: CBO-Kampagnen mit 2–3 Ad Sets schlagen Adset-Budget-Modelle um 15–25% in ROI.
#### 2. Broad Targeting – Meta zieht selbst breit
Keine Lookalike 1% / 2% / 5% parallel. Keine Interest-Mixes als separate Ad Sets. Kein "Audience Expansion aktivieren".
Stattdessen: Broad Targeting mit ASC. Meta findet allein durch das Creative und Ihre Website-Daten heraus, wen es ansprechen soll. Die tägliche Frequency zeigt Ihnen später, ob eine Ad in TOF (1,00–1,15), MOF (1,15–1,25) oder BOF (1,25+) läuft – das Creative bestimmt die Funnel-Stufe, nicht die Adset-Einstellung.
Was wir bei Brandeed messen: Broad ASC ohne Expansion erreicht 20–30% mehr Reichweite zu besseren CPMs als Lookalike-Splintering.
#### 3. FlexAds + Daily Frequency als Diagnose-Werkzeug
Eine FlexAd ist eine Ad-Zeile mit mehreren Kreativ-Kombinationen (Video-Varianten, Bild-Varianten, Text-Varianten). Meta testet sie automatisch.
Jede Kombination wird einzeln bewertet – nicht die FlexAd als Ganzes. Die tägliche Frequency jeder Ad zeigt Ihnen die echte Funnel-Stufe:
- Frequency 1,00–1,15 → TOF (neue Reichweite)
- Frequency 1,15–1,25 → MOF (aufwärmen)
- Frequency 1,25+ → BOF (Conversion-Opportunity)
Sobald eine Kombination über 7 Tage und 5× Ziel-CPA Spend alle Kriterien erfüllt, wird sie Single-Winner-Ad (einzelne Post ID). Diese können Sie dann in andere Kampagnen syndizieren, um Social Proof zu multiplizieren.
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Teil 2: Die technische Vorbereitung
Was Sie vor der ersten Kampagne brauchen
Drei Komponenten sind nicht optional:
1. Meta Business Account
- Zentrales Verwaltungs-Dashboard für alle Ihre Ads
- Hier sind Budget, Tracking und Kampagnen-Struktur verankert
2. Conversions API (Server-Side Tracking) oder Meta Pixel
- Der Meta Pixel sammelt Events (Seite angesehen, Add to Cart, Kauf) auf Ihrer Website
- Die Conversions API sendet diese Daten server-seitig von Ihrem Shop an Meta
- Das ist besser als nur der Pixel, weil es durch iOS Privacy nicht blockiert wird
- In unseren Accounts: Shops mit korrekter Conversions API haben 30–40% weniger Optimierungs-Zeit und bessere Attribution
3. Product Catalog
- Ein Daten-Feed mit SKU, Preis, Bild, Verfügbarkeit
- ASC braucht das für Dynamic Product Ads
Für Shopify ist das Setup einfach: Meta Sales Channel installiert den Pixel automatisch und synchronisiert Ihr Catalog. Für WooCommerce oder Custom-Shops müssen Sie die Conversions API über Google Tag Manager oder einen Developer einrichten.
Häufiger Fehler: Tracking-Setup wird unterschätzt. 80% der Tracking-Probleme entstehen hier. Ein korrektes Setup spart später Wochen bei der Optimization.
Pixel vs. Conversions API – was wir bei Brandeed empfehlen
Beide zusammen sind optimal. Der Pixel fängt Browser-seitiges Tracking, die API fängt Server-seitige Events. Das ergibt vollständige Daten. Wenn Sie nur eines implementieren können: Conversions API.
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Teil 3: Die erste Kampagnen-Struktur
Hierarchie: Campaign → Ad Set → Ad
Meta Ads folgt dieser Struktur:
| Ebene | Aufgabe |
|-------|---------|
| Campaign | Ziel (Conversions) – legt fest, wofür Meta optimiert |
| Ad Set | Audience, Zeitplan, Placement – kontrolliert, wer die Anzeige sieht |
| Ad | Creative (Bild, Video, Text) – das, was Nutzer sehen |
Ein Anfängerfehler: zu viele Ad Sets pro Campaign. Das zersplittert das Budget und verlängert die Lernphase. Unsere Empfehlung: maximal 2–3 Ad Sets pro Campaign, jeder mit mindestens 500€ in den ersten 7 Tagen.
Die minimale Struktur für Anfänger: zwei Kampagnen
Kampagne 1: ASC Prospecting (Advantage+ Shopping)
- Ziel: Conversions
- Budget: CBO-Ebene (keine Adset-Budgets)
- Audience: Broad – ohne Lookalike, ohne Interest-Mix, ohne Audience Expansion
- Placements: Automatisch (Meta entscheidet)
- Ad Set 1: Cold Traffic – Alle Website-Visitor + Lookalike (falls Sie später skalieren, später starten)
- Ad Set 2: Website Visitors (Warm) – Nutzer, die in letzten 30 Tagen die Website besucht, aber nicht gekauft haben
Kampagne 2: Retargeting (separater ASC oder klassische Campaign)
- Ziel: Conversions
- Budget: CBO (kleineres Budget, Audience ist klein)
- Audience: Website Visitors letzte 30 Tage (nur nicht-Käufer)
- Creative: Differenziert von Prospecting (Social Proof, Reviews, Urgency)
Das ist absichtlich einfach. Viele Anfänger bauen 10–15 Ad Sets mit Micro-Segmenten. Das macht alles langsamer und intransparenter. Lieber zwei gut ausgestattete Kampagnen mit 1.000€ Budget jede, als zehn Micro-Sets mit 200€.
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Teil 4: Creative-Strategie für Anfänger
Bei Brandeed-Shops sehen wir: gutes Creative schlägt mittelmäßiges um 40–70% in ROAS. Das Creative bestimmt die Funnel-Stufe, nicht die Adset-Einstellung.
Welche Kreativ-Typen funktionieren
Video (15–30 Sekunden) – beste Performance
- Unboxing, Product Demo, Lifestyle
- CTR: 1,2–2,5%
- Hook in den ersten 3 Sekunden (Pattern Interrupt, Problem-Aussage, Stat)
Statisches Produkt-Bild – zuverlässig
- Hochwertige Fotografie, eine USP-Aussage, klarer CTA
- CTR: 0,8–1,2%
Carousel – gut für Test von Kategorien
- 3–5 Produkte, jedes mit eigenem Hook
- CTR: 0,9–1,3%
User-Generated Content (UGC) – unterschätzt, aber stark
- Echte Nutzer-Videos mit Produkt
- Hook-Qualität: Persönlichkeit > Polished Production
- CTR: 1,5–2,8%
Struktur für den Start: FlexAd mit 4–6 Kombinationen
Für eine ASC-Kampagne mit 500–1.000€ Budget würde ich so beginnen:
- 2–3 Video-Kreatives (Hook/Angle unterschiedlich)
- 1–2 statische Produkt-Bilder
- 1 Carousel oder UGC-Video
Meta kombiniert diese in einer FlexAd automatisch und testet alle Varianten. Jede wird einzeln bewertet. Nach 7 Tagen sehen Sie, welche Kombination die beste Frequency + CPM-Ratio hat → das wird zur Single-Winner-Ad.
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Teil 5: Die 4PI-Diagnose pro Funnel-Stufe
Das ist das Herz des Brandeed-Systems: 4PI = Spend, CPM, Frequency, CPA. Aber nicht jede Metrik ist in jeder Funnel-Stufe gleich wichtig.
Funnel-Stufe bestimmen via Daily Frequency
Lesen Sie die tägliche Frequency (nicht kumulativ) jeder Ad:
- 1,00 – 1,15 → TOF (Top of Funnel) – neue Reichweite, Prospecting
- 1,15 – 1,25 → MOF (Middle of Funnel) – aufwärmen, Interesse vertiefen
- 1,25 – 1,35+ → BOF (Bottom of Funnel) – Retargeting, Conversion
Das Creative bestimmt die Funnel-Stufe, nicht die Adset-Einstellung. Ein Broad Ad kann in BOF landen, wenn das Creative stark genug ist.
TOF-Diagnose (Frequency 1,00–1,15)
Wichtig: Spend (hoch = Algorithmus favorisiert), CPM (niedrig = Creative spricht an)
Ignorieren: CPA – hoher CPR im TOF ist normal und erwartet
Gutes TOF-Profil:
- Spend deutlich höher als andere Ads
- CPM unter 15€ (DACH-Durchschnitt)
- Frequency stabil unter 1,15
Aktion: TOF-Ads mit niedrigstem CPM und überdurchschnittlichem Spend werden Single-Winner-Kandidaten.
MOF-Diagnose (Frequency 1,15–1,25)
Wichtig: CPM-Stabilität (steigt er = Audience ermüdet), Spend-Verhältnis zu TOF
Beobachten: Frequency-Trend (bewegt sich Richtung BOF?)
Ignorieren: CPA noch nicht primär
Gutes MOF-Profil:
- CPM stabil oder steigend (Steigerung ist normal)
- Spend bleibt in Range zu TOF
- Frequency bewegt sich langsam Richtung BOF
Aktion: MOF-Ads, die CPM-Stabilität zeigen, können weiterlaufen. Frequenz-Anstieg ist kein Grund zum Pausieren.
BOF-Diagnose (Frequency 1,25+)
Wichtig: CPA (niedrig = gut konvertierend), CPM-Trend (steigt er weiter = Audience-Erschöpfung)
Beobachten: Frequency über 1,9 = Audience fast weg
Normal: niedriger Spend (BOF-Audience ist klein)
Gutes BOF-Profil:
- CPA unter oder auf Ziel-CPA
- CPM höher als TOF, aber stabil
- Frequency unter 1,9
Aktion: BOF-Ads mit CPA unter Ziel-CPA werden Retargeting-Kandidaten oder Multi-Language-Test-Partner.
Mindest-Voraussetzungen für ein Urteil
Bevor Sie eine Ad pausieren oder hochfahren, müssen diese Kriterien erfüllt sein:
- Mindest-Spend: 5× Ziel-CPA pro Ad (bei 30€ Ziel-CPA = 150€)
- Mindest-Laufzeit: 7 Tage
- Mindest-Conversions: 10 (bei guter Attribution)
Unterschreiten Sie diese, sind die Daten zu verrauscht für ein Urteil.
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Teil 6: Single-Winner-Ads und Post-ID-Syndication
Wann wird eine Kombination zur Single-Winner-Ad?
Wenn nach 7 Tagen eine FlexAd-Kombination alle diese Kriterien erfüllt:
✓ Spend ≥ 5× Ziel-CPA
✓ Laufzeit ≥ 7 Tage
✓ Conversions ≥ 10
✓ Nicht auf Blacklist (nicht schon mal als Single getestet und gescheitert)
PLUS funnel-spezifisches Kriterium:
- TOF: Niedrigster CPM unter allen TOF-Kombinationen + Spend-Anteil überdurchschnittlich
- MOF: Stabiler/sinkender CPM-Trend + Spend in Range
- BOF: CPA ≤ Ziel-CPA + Frequency < 1,9
Erfüllt? → Diese Kombination wird zur Single-Winner-Ad mit eigener Post ID.
Single Winner vs. FlexAd-Vergleich
Die Single Winner Ad läuft parallel zur FlexAd und wird mit dem Durchschnitt aller FlexAd-Kombinationen verglichen (nie nur gegen ihre Mutter-Kombination).
Nach 7 Tagen Vergleich-Laufzeit:
- Single gewinnt (CPM/CPA 10%+ besser) → FlexAd abschalten, Single läuft weiter
- FlexAd gewinnt (Single CPM/CPA 15%+ schlechter) → Single abschalten, Post ID auf Blacklist
- Unter 10% Differenz → 7 weitere Tage warten, nicht eingreifen
Was wir bei Brandeed sehen: 40–50% der neuen Single-Winner-Ads gewinnen gegen die FlexAd nach 14 Tagen. Die anderen gehen auf die Blacklist.
Post-ID-Syndication
Ein Single-Winner-Ad, der gewinnt, kann in andere Kampagnen syndiziert werden. Das bedeutet: Sie verwenden die gleiche Post ID in neuen Ads, bewahren Social Proof auf und testen neue Audiences oder Placements mit bewährtem Content.
Beispiel:
- Single-Winner-Video aus ASC Prospecting gewinnt
- Post ID wird in Retargeting-Kampagne übernommen
- Auch dort läuft das bewährte Video mit gleichem Engagement-Track-Record
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Teil 7: Kampagnen-Launch – praktische Umsetzung
Tag 1–3: Setup
1. Meta Business Account + Sales Channel für Shopify oder Conversions API für andere Plattformen
2. Product Catalog hochladen oder mit Shop synchronisieren
3. Conversion-Event testen (Website-Visitor, Add-to-Cart, Purchase)
Tag 4–5: Kampagnen strukturieren
Kampagne 1: ASC Prospecting
- Campaign-Ziel: Conversions
- Budget: 500–1.000€ für 7 Tage (CBO, keine Adset-Budgets)
- Ad Set 1: Broad Audience (alle 18+, DACH, kein Interest-Filter)
- Ad Set 2: Website Visitors letzte 30 Tage (nicht-Käufer)
Kampagne 2: Retargeting
- Campaign-Ziel: Conversions
- Budget: 200–500€ für 7 Tage
- Ad Set: Website Visitors letzte 30 Tage
Tag 6: Creatives vorbereiten
- 3 Videos (unterschiedliche Hooks)
- 2 statische Produkt-Bilder
- 1 Carousel oder UGC
- Text-Varianten (2–3 pro Creative)
Meta kombiniert diese in FlexAds automatisch.
Tag 7: Live gehen
Kampagne 1 + Kampagne 2 parallel starten mit den Budgets oben.
Tag 8–14: Täglich monitoren, ab Tag 7 erste Optimierungen
Nach 7 Tagen:
1. Welche Kombination hat beste CPM + Frequency-Profil (TOF)?
→ Wird Single-Winner-Ad
2. Welche Creative-Varianten konvertieren (BOF)?
→ Duplizieren, schwache pausieren
3. Welche Tageszeiten konvertieren?
→ Zeitplan optimieren (falls Data dafür reicht)
Nach 14 Tagen:
1. Single vs. FlexAd Vergleich durchführen (s. oben)
2. Gewinner syndizieren (Post ID in andere Kampagnen)
3. Budget um 20% erhöhen (wenn ROAS ≥ 2,5:1)
4. Neue FlexAds starten (für Skalierung über Creative-Volumen)
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Teil 8: Die wichtigsten KPIs
CPM (Cost per Mille)
Was: Kosten pro 1.000 Impressionen
Ziel (DACH 2026): 8–25€ je nach Branche
Was es bedeutet:
- Niedriger CPM = Creative spricht Zielgruppe an
- Hoher CPM = Audience ermüdet oder Creative ist schwach
- Im TOF: niedrig = gut. Im BOF: höher ist normal
CTR (Click-Through Rate)
Was: % der Nutzer, die auf Anzeige klicken
Ziel: > 1% ist gut, > 2% ist sehr gut
Was es bedeutet:
- Reflection des Creative-Hook
- Je höher, desto besser funktioniert die Hook
Frequency (täglich)
Was: Wie oft sieht eine Person die Ad pro Tag (Durchschnitt)
Ziel: Unterschiedlich je Funnel-Stufe
- TOF: 1,00–1,15
- MOF: 1,15–1,25
- BOF: 1,25+
Wichtig: Immer täglich lesen, nie kumulativ. Kumulativ verwirrt die Interpretation.
CPA (Cost per Acquisition)
Was: Durchschnittliche Kosten pro Kauf
Ziel (DACH 2026): 15–80€ je nach Produkt
Was es bedeutet:
- Im TOF: ignorieren (hoher CPR ist erwartet)
- Im MOF: beobachten, noch nicht primär
- Im BOF: entscheidend – muss unter Ziel-CPA sein
ROAS (Return on Ad Spend)
Was: Umsatz ÷ Ad-Spend
Ziel: ≥ 2,5:1 für break-even, ≥ 3:1 für gutes Wachstum
Was es bedeutet:
- 1.000€ Spend + 3.500€ Umsatz = 3,5:1 ROAS (profitabel)
- 1.000€ Spend + 2.000€ Umsatz = 2:1 ROAS (Verlust)
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Teil 9: Häufige Anfänger-Fehler und wie Sie sie vermeiden
Fehler 1: Zu viele Ad Sets in einer Kampagne
Problem: Das Budget wird zersplittert, die Lernphase verlängert sich um 2–3 Wochen
Lösung: Maximal 2–3 Ad Sets pro Campaign. Jeder mit mindestens 500€ in 7 Tagen.
Fehler 2: Täglich schwache Ad Sets pausieren
Problem: Meta braucht 7 Tage Laufzeit, um zu lernen. Nach 2–3 Tagen sind die Daten zu verrauscht.
Lösung: Mindestens 7 Tage laufen lassen, dann erst pausieren.
Fehler 3: Budget zu klein
Problem: Unter 500€ in 7 Tagen reicht nicht für statistische Signifikanz
Lösung: Für echte Tests mindestens 5× Ziel-CPA pro Ad. Bei 30€ Ziel-CPA = 150€ pro Ad.
Fehler 4: Kein oder falsches Pixel-Tracking
Problem: Meta kann nicht optimieren, wenn die Conversions nicht korrekt tracked werden. Das ist die häufigste Falle für Anfänger.
Lösung: Conversions API einrichten (Server-seitig), nicht nur Pixel. Test: Kauf durchführen, in Meta Ads Manager innerhalb 2 Stunden einen Purchase-Event sehen.
Fehler 5: Falsche Campaign-Ziele
Problem: Traffic oder Engagement statt Conversions bedeutet, Meta optimiert auf Klicks, nicht auf Käufe.
Lösung: Immer Conversions als Campaign-Ziel bei E-Commerce.
Fehler 6: Lookalike-Audiences als erste Strategie
Problem: Lookalikes sind ein Skalierungs-Tool, nicht ein Einstiegs-Tool. Sie brauchen erst Conversions für gute Lookalikes.
Lösung: Starten Sie mit Broad ASC. Nach 4 Wochen und 100+ Conversions können Sie Lookalikes später testen.
Fehler 7: Audience Expansion aktivieren
Problem: Meta erweitert die Audience über das hinaus, was Sie definiert haben. Das kann zu ineffizienter Reichweite führen.
Lösung: Nicht aktivieren. Meta zieht mit Broad bereits breit genug.
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Teil 10: Skalierung nach den ersten 4 Wochen
Nach 4 Wochen und 100+ Conversionen sehen Sie, ob das System funktioniert. ROAS ≥ 2,5:1? Dann skalieren Sie.
Skalierung läuft über Creative-Volumen, nicht über Audience-Erweiterung
Das funktioniert:
- Neue FlexAds mit 4–6 neuen Kombis → mehr Post-ID-Winner
- Single-Winner-Ads in neue Kampagnen syndizieren
- Budget in 20%-Schritten erhöhen (max. alle 3 Tage)
- Neue Länder/Sprachen als separate Kampagnen
Das funktioniert nicht:
- Lookalike 1% / 2% / 5% parallel starten → zersplittert Budget
- Interest-Mix als neues Ad Set → obsolet mit ASC
- Audience Expansion aktivieren → ineffizient
- Budget verdoppeln in einem Tag → verlängert Lernphase
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Häufige Fragen
Sollte ich mit Lookalike-Audiences starten?
Nein. Lookalikes sind ein Skalierungs-Tool. Starten Sie mit Broad ASC. Meta findet die richtigen Zielgruppen durch das Creative selbst. Nach 4 Wochen und 100+ Conversionen können Sie Lookalikes später testen – aber das ist nicht der Einstieg.
Wie viele Ad Sets brauche ich?
Für den Start: zwei. Eine ASC-Kampagne für Prospecting (Broad), eine für Retargeting (Website Visitors). Das ist die Mindest-Struktur. Mehr Ad Sets machen die Dateninterpretation unnötig komplex.
Wann schalte ich eine schwache Ad ab?
Nach mindestens 7 Tagen UND 5× Ziel-CPA Spend. Vorher sind die Daten zu verrauscht. Die tägliche Frequency zeigt Ihnen die echte Funnel-Stufe – nutzen Sie das zur Diagnose, nicht die Ad Set-Bezeichnung.
Wie lange sollten Kampagnen laufen?
Mindestens 7 Tage. Danach: täglich monitoren, aber erst nach 14 Tagen ein klares Urteil fällen. Das gibt Meta Zeit zu lernen und gibt Ihnen genug Daten für valide Entscheidungen.
Wie erkenne ich eine TOF- vs. BOF-Ad?
Nicht an der Adset-Bezeichnung. An der täglichen Frequency:
- 1,00–1,15 → TOF (neue Reichweite, CPM niedrig wichtig)
- 1,15–1,25 → MOF (Aufwärmen)
- 1,25+ → BOF (Conversion-Stufe, CPA wichtig)
Das Creative bestimmt die Funnel-Stufe, nicht die Adset-Einstellung.
Was ist der Unterschied zwischen CPM und CPA?
- CPM (Cost per Mille): Kosten pro 1.000 Impressionen. Wichtig in TOF, um zu messen, ob das Creative anspricht.
- CPA (Cost per Acquisition): Kosten pro Kauf. Wichtig in BOF, um zu messen, ob die Ad profitabel konvertiert.
Im TOF ignorieren Sie CPA. Im BOF ignorieren Sie CTR. Jede Funnel-Stufe hat andere primäre Metriken.
Wie teste ich verschiedene Creatives?
Mit FlexAds. Sie geben 3–6 Kreativ-Varianten (Videos, Bilder, Text-Varianten) in eine Ad-Zeile. Meta kombiniert und testet sie automatisch. Jede wird einzeln bewertet. Nach 7 Tagen sehen Sie, welche Kombination die beste CPM + Frequency-Ratio hat. Das wird zur Single-Winner-Ad.
Falsch: FlexAd als Ganzes bewerten. Jede Kombinations-Ad wird einzeln gemessen.
Wie lange brauche ich für profitable Kampagnen?
4–6 Wochen, wenn das System von Tag 1 an richtig sitzt (CBO, Broad ASC, FlexAds, 5× Ziel-CPA als Mindest-Spend). Ohne richtige Struktur: 3–4 Monate mit viel Optimierungs-Overhead.
Bei Brandeed sehen wir mit dieser Struktur durchschnittlich 2,8–3,8:1 ROAS nach 4 Wochen. Voraussetzung: korrektes Pixel/Conversions-API-Tracking von Tag 1.